Stationskreuz
am Kirchweg
in Altenahr
Das „Weiße Kreuz“ ist ein ca. vier Meter hohes Eichenholzkreuz auf dem Felsen unterhalb des „Altenahrer Ecks“. Um seine genaue Entstehungsgeschichte ranken sich mehrere Sagen und Mythen.
Eine Sage vom „Weißen Kreuz“ erzählt von einer armen Witwe mit sechs kleinen Kindern. Trotz harter Arbeit konnte sie ihre Familie kaum ernähren und litt unter großer Not. Verzweifelt und ohne Ausweg entschloss sie sich, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Als sie auf der Spitze des Burgbergs stand und ins Tal blickte, fiel ihr ein weißes Kreuz auf dem Dach ihres Hauses auf. Beim genaueren Hinsehen bemerkte sie weitere Kreuze auf den Dächern der umliegenden Häuser, über deren Familien auch Leid gekommen war. Ihr erschien aber auch ein großes goldenes Kreuz oberhalb der Burg, bei dessen Anblick sie sich geborgen und beschützt fühlte. Diese Zeichen gaben ihr neuen Mut und brachten sie zur Besinnung, sodass sie von ihrem Vorhaben abließ. Mit der Zeit wurden ihre Kinder älter, erlernten Berufe und verbesserten die Lebensumstände der Familie. Aus Dankbarkeit für die rettende Eingebung beschlossen sie, an der Stelle der Erkenntnis ein großes weißes Kreuz zu errichten. Einer der Söhne, ein Schreiner, fertigte das Kreuz an, und gemeinsam stellten sie es oberhalb der Burg auf. Seitdem gilt das „Weiße Kreuz“ als Schutzsymbol für die Einwohner und Gäste.
Weißes Kreuz
Das weiße Kreuz befindet sich auf einem Felsen zwischen dem Altenahrer Eck und der Burg Are. Der Aufstieg dauert je nach Kondition ca. eine dreiviertel Stunde (Höhenmeter ca. 170 Meter). Der Weg hat teils schmale, steile Passagen und Felsstufen. Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind zwingend erforderlich.
