Gefangen
auf Burg Are
in Altenahr
Die Sage von den Gefangenen auf Burg Are erzählt von einer Gruppe Gefangener aus Köln, die im 13. Jahrhundert von den Kölner Erzbischöfen auf der Burg eingekerkert wurden. Die Gefangenen litten eine lange Zeit in ihrem dunklen Verlies. Die einzige Gesellschaft, die sie zum Zeitvertreib hatten, war ein kleines Mäuschen, dass sie zähmten. Als das kleine Tierchen eines Tages in ein kleines Loch in der Wand verschwand, hörte man ein leises Klirren in dem Mauerwerk.
Neugierig geworden, gruben die Gefangenen mit vereinten Kräften ein größeres Loch in die Mauer um nachzusehen, was denn dort wohl verborgen sein mochte … und siehe da, sie fanden eine alte Feile und einen Meißel. Mit diesen Werkzeugen gelang es ihnen bald, sich von den Ketten zu befreien und die Gitterstäbe der Fenster im Verlies zu entfernen. Dann zerschnitten sie ihre Kleidung, knüpften die Stoffstücke zu Seilen zusammen und stiegen durch das Fenster in die Tiefe. So entkamen sie glücklich über einen steilen Pfad in die Freiheit und niemand konnte begreifen, wie eine solche Flucht möglich war.
Burg Are
Die Burg Are oberhalb des Weinortes ist eine eindrucksvolle Burgruine mit einer gut tausendjährigen Geschichte. In unserer historischen Burgführung führt „Sophia von Are zu Hochstaden“ die Besucherinnen und Besucher durch die Burganlage, erzählt von Rittern, Minnesängern und dem Leben im „Dunklen Zeitalter“.
