Burg Are
Altenahr
Mittelalter
Die imposante Ruine der Höhenburg Are liegt etwa 240 m über dem Ahrtal. Sie wurde zwischen 1095 und 1105 von Graf Theoderich I. von Are erbaut und 1121 erstmals urkundlich erwähnt. Die Burg wurde seinerzeit auf einer steilen Felskuppe errichtet und diente durch diese strategisch günstige Lage als Herrschaftszentrum der Grafen von Are. Nach 1246 wurden Burg und Grafschaft Are dem Erzstift Köln übergeben und als kurkölnisches Amt zu einer lokalen Verwaltungsmacht ausgebaut. Der Ort Altenahr entwickelte sich anschließend um Burg und Amtshaus herum.
Die quadratische Anlage der Ruine umfasst Reste der Vorburg, der Wehrmauer, eines Torturms, des Palas sowie der Toranlage „Gymnicher Porz“ und der romantischen Burgkapelle. Die Burg diente damals als Machtzentrum, kürkölnischen Amtssitz und zeitweise als Staatsgefängnis. In Kriegszeiten wurde sie mehrfach beschädigt und schließlich 1714 gesprengt, um eine militärische Nutzung zu verhindern.
Durch das Engagement des Förderkreises der Burgruine Are erfolgten in den 1990er Jahren Sicherungsmaßnahmen, so dass Besucherinnern und Besucher heute die höchste Spitze des Plateaus betreten können und so die überwältigende Aussicht auf Altenahr, die Ahr und über die Weinberge genießen können. In den Jahren 2005 bis 2012 wurde der mittelalterliche Brunnen, der etwas unterhalb der Burgruine liegt freigelegt und für Besucher zugänglich gemacht. Für Interessierte werden regelmäßig historische Führungen auf der Burgruine angeboten.
