Die Burg Are in AltenahrFoto: @ Richard Kleu – AdobeStock

Drei Burgen

Wandern rund um Altenahr

Burg Are

Burg KreuzBerg

Rifenesburch

Die Tour startet an der römisch-katholischen Pfarrkirche Mariä Verkündigung vor der Friedenseiche, Pützgasse 2 in Altenahr. Von dort geht es entlang der Brückenstraße in Richtung Burg Are, die hoch über dem Felsen thront und von hier aus sichtbar ist. An der Kreuzung biegt man links in die Straße „Rossberg“ ein und folgt dem Weg den Berg hinauf. Bei Hausnummer 36 befindet sich ein 50 Jahre alter Strumpfautomat, der ein beliebtes Fotomotiv für Selfies ist. An Hausnummer 56 beginnt der steile Aufstieg zur Burg über einen schmalen Pfad. Nach etwa 200 Metern erreicht man das Eingangstor der Burg, die sogenannte Gymnischer Porz. Der Weg führt nach rechts durch das Tor und am Burgbrunnen vorbei, dessen Freilegung 2005 durch eine Gruppe Altenahrer begonnen wurde. Anschließend geht es über einige Stufen hinauf durch ein weiteres Tor in die Kernburg.

Die Burg Are ist die denkmalgeschützte Ruine einer Höhenburg auf 240 Metern Höhe oberhalb der Gemeinde Altenahr. Sie wurde von 1095 bis 1105 von Graf Dietrich I. von Are erbaut. Von 1997 bis 1999 wurde die Ruine mit hohem finanziellem Aufwand gesichert und unter Denkmalschutz gestellt. Seither ist sie wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Von hier aus bietet sich ein großartiger Ausblick in alle vier Himmelsrichtungen sowie auf Altenahr.

Von der Burg geht es zurück zur Gymnischer Porz, allerdings nun in die andere Richtung (nach Norden). Vorbei an einer ehemaligen Gaststätte erreicht man das Weiße Kreuz, ein etwa vier Meter hohes Eichenholzkreuz auf einem Felsen unterhalb des Altenahrer Ecks. Die Hintergründe der Errichtung und die Geschichte des Kreuzes sind unklar, und es ranken sich mehrere Mythen und Sagen darum. Das Weiße Kreuz markiert einen beliebten Aussichtspunkt und ist ein bekanntes Wander- und Ausflugsziel. Hier heißt es: genießen. An der Stelle der ehemaligen Gaststätte stand einst die Burg Ecka, die 1249 auf Anweisung des Erzbischofs Konrad von Hochstaden zerstört wurde, da sie angeblich eine Bedrohung für die benachbarte Burg Are darstellte.

Neben dem Kreuz führen einige Felsstufen noch ein kurzes Stück den Berg hinauf entlang der Weinberge und enden am Altenahrer Eck. Dieser Aussichtspunkt wurde 2012 vom Deutschen Weininstitut zur schönsten Weinsicht der Ahr gewählt und lädt zu einer längeren Rast ein. Von hier aus hat man eine fantastische Aussicht über die Weinberge in Richtung Burg Are und auf die dahinterliegende Ahrschleife im Langfigtal, das später durchwandert wird.

Der breitere Weg führt vom Aussichtspunkt den Berg hinunter und endet an der Fahrstraße „Roßberg“. Auf der anderen Straßenseite geht es weiter bergauf in die Straße „Am Lützenbohr“ bis zum Ende eines Neubaugebiets. Hier biegt die Straße nach rechts ab und überquert die Bundesstraße B 257 über eine gelbe Brücke. An dieser Stelle soll die Entelnburg gestanden haben. Die mutmaßliche Burgstelle, auf die mehrere Flurnamen hinweisen, liegt 500 Meter nordwestlich des Ortszentrums von Altenahr auf dem Rattenberg. Die letzte Erwähnung der Entelnburg findet sich 1795 im Kirchenbuch von Altenahr.

Am Ende der Wiesen biegt der Weg nach links ab und führt leicht bergauf durch ein zauberhaftes Waldstück, in dem Sonnenstrahlen durch das dichte Blätterdach fallen. Immer wieder bieten sich herrliche Blicke ins Ahrtal. An einer Kreuzung geht es nach rechts den Berg steil hinauf. Dieser Abschnitt sollte erst begangen werden, nachdem man die Aussicht auf einer kleinen Bank genossen hat. Hoch über Altenahr bietet sich ein beeindruckender Blick über die Ahr bis zum Ortsteil Altenburg. In der Mitte des Dorfes erhebt sich der Burgberg von Altenburg, auf dem der Sage nach die älteste Stammburg der Grafen von Are gestanden haben soll. Die abgeflachte Spitze des Felsens könnte den Bergfried getragen haben. Möglicherweise handelt es sich hierbei auch um die „Riefenesburch“, die in einem Gütertausch der Abtei Prüm mit Sigebod zwischen 948 und 970 erwähnt wurde.

Vorbei an der ehemaligen Seilbahnstation geht es nach links über den 351 Meter hohen Ditschhardtberg in Richtung des Ortsteils Kreuzberg. Der Weg führt in Serpentinen den Berg hinunter, bis eine große Wiese im Vischeltal erreicht wird. Hier folgt der Weg einem kleinen Bach abwärts in Richtung Ortseingang und der Ahr. An der Straße „In Dangeln“ biegt man rechts ab und an der nächsten Kreuzung links, um die Landstraße L76 zu überqueren. Dabei ist stets die Burg Kreuzberg sichtbar, die auf einem kleinen Felskegel oberhalb des Altenahrer Ortsteils Kreuzberg thront. Die Burg befindet sich auf einem dreieckigen Felsplateau, das an einer Seite steil zur Ahr abfällt und gehört somit zum Typus der Höhenburgen. Seit 1820 ist die Burg Wohnsitz der Familie von Boeselager und die einzige bewohnte Burg im Ahrtal. Über die Burgstraße gelangt man in den Ortskern von Kreuzberg und anschließend über die Ahrbrücke in Richtung Altenburg.

Nach der Überquerung der Bahngleise, die derzeit wieder aufgebaut werden, geht es über steile Serpentinen einen schmalen Weg den Berg hinauf. Dieser endet an einem breiteren Fahrweg im offenen Gelände, dem man nach rechts hinauf folgt. Nach etwa 200 Metern biegt der Weg nach links zurück in den Wald und führt abwärts.
Am Sportplatz der Ahrtalschule angekommen, steht ein letzter steiler Anstieg bevor. Oben angekommen, gabelt sich der Weg. Man nimmt die Stufen hinab zur Ahr, wo das Langfigtal beginnt. Das von der Ahr durchflossene Tal, umgeben von markanten Höhenzügen unterhalb von Altenahr, ist einer der wenigen Flussabschnitte, die ausschließlich für Wanderer und Radfahrer zugänglich sind. Seit 1983 ist das Langfigtal als Naturschutzgebiet ausgewiesen und gilt als echtes Naturparadies. Hier gibt es 475 Schmetterlingsarten, von denen 91 Arten geschützt sind und 47 auf der Roten Liste stehen. 20 Schmetterlingsarten haben im Langfigtal ihren nördlichsten Verbreitungspunkt. Ornithologen haben hier 83 Vogelarten gezählt, darunter Graureiher, Eisvögel, Schwarzspechte und Wasseramseln.
Der Weg führt vorbei an der Jugendherberge und überquert die Ahr durch eine Furt. Von dort aus geht es weiter aufwärts entlang der Ahr, bis man schließlich Altenahr und die Kirche erreicht.

Rotes Icon für den Burgenweg

Der Burgenweg zeigt auf insgesamt ca. 9,5 km Länge, mit 320 Höhenmetern und einer geschätzten Dauer von ca. 3 Stunden, die landschaftliche Vielfalt des Ahrtals und die Besonderheiten der Mittelahr. Vor allem verbindet er die drei Burgen von Altenahr: die Burgruine der Burg Are, die hoch über dem Ortskern von Altenahr thront, die Burg Kreuzberg im Ortsteil Kreuzberg und die Mauerreste der Reffinessburg im Ortsteil Altenburg.
Der Weg ist mit einem eigenen Wegzeichen beschildert: einer roten stilisierten Burg auf hellem Hintergrund.

Das Rad eines Radladers, der Sand wegschaufelt. Foto: @ Irybka – AdobeStock
Erlebniswanderung

Das Morgen wächst

Spannende Einblicke in den Wiederaufbau der Infrastruktur nach der Flut, in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Altenahr und den Baufirmen.
Zwei Weingläser, graviert mit dem Logo von Altenahr und gefüllt mit Ahr-Rotwein. Foto: @ The Little Hut – AdobeStock
Erlebniswanderung

Offenes Weintasting

Von Mai bis Oktober, jeden Donnerstag, die Schönheit und den Geschmack der Region in vollen Zügen genießen.
Burg Are in Altenahr Foto: @ Marek R. Swadzba – AdobeStock
Erlebniswanderung

Historische Burgführungen

„Seyed gegrüßt auf Burg Are“. Auf der Burgruine Altenahr eintauchen in die Welt des „dunkelen Mittelalters“, das von Rittern und Minnesängern erzählt.
Flasche Ahrwein mit der Aufschrift „Krimiwanderung“ vor Ahrtalbergen. Foto: @ Fun im Ahrtal
Erlebniswanderung

Krimiwanderungen

Gemeinsam mit anderen Hobbydetektiven ermittelst du in einem spannenden Fall, löst kniffelige Rätsel und erlebst überraschende Wendungen.
Weinberge im unteren Ahrtal Foto: @ Markus Volk – AdobeStock
Erlebniswanderung

Wein-Quiz-Wanderungen

Auf einer gemütlichen Tour entlang der Ahr erleben Sie die Schönheit des Tals ganz ohne steile Anstiege – ideal für alle, die lieber entspannt im Tal bleiben möchten.
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