Kreuzberg
18. Jahrhundert
Burgkapelle
In Kreuzberg findet man die letzte bewohnte Burg auf einem kleinen Felsplateau mitten im Ort. Die Ursprünge der Burg Kreuzberg reichen bis ins 14. Jahrhundert. Der dreieckige Grundriss der Burg ist dem Plateau auf dem die Burg errichtet wurde angepasst.
Bis zum Ende des Dreißigjährigen Kriegs war sie eine Ganerbenburg. Eine Ganerbenburg ist eine Burganlage, die gleichzeitig von mehreren Besitzern bewohnt und verwaltet wurde. Dieses Zusammenleben war dabei festen Regeln unterstellt, welche durch einen Burgenfriedensvertrag festgehalten wurden. Zu den Besitzern gehörten verschiedenen Familien wie von Gymnich, Nesselrode, von der Heyden, von der Leyen.
Nachdem die Burg Kreuzberg im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört wurde, erfolgte der Wiederaufbau im 18. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen der sichtbare weiße, runde Bergfried und der barocke Wohnbau. Seit 1820 gehört sie der Familie von Boeselager und wird von dieser bis heute bewohnt. Als Privatbesitz ist die Burg nicht öffentlich zugänglich. Eine Ausnahme bildet die Burgkapelle aus dem Jahr 1783, die für Hochzeiten genutzt werden kann.
