Burgruinen
Felsplateaus
Brückenpforten
Das Ahrtal zählt zu den ältesten Weinbaugebieten Deutschlands. Bereits zur Zeit des Fränkischen Reichs war das Ahrtal besiedelt. Die vom Weinbau geprägte landwirtschaftliche Nutzung lässt sich bis in das 8. Jahrhundert zurückverfolgen. Die erste urkundliche Nennung von Altenahr selbst (damals „Ahr“) erfolgte im Prümer Urbar des Jahres 893. Um 1100 gründete Graf Theoderich I. von Are die Burg Are, gebaut zwischen 1095 und 1105, die 1121 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Dem Bau der Burg Are vorangegangen war die in dem Altenahrer Ortseil Altenburg gelegene Ursprungsburg vermutlich aus dem neunten oder zehnten Jahrhundert, die durch den Bau der Burg Are abgelöst wurde.
Nach 1246 wurden Burg und Grafschaft Are dem Erzstift Köln übergeben und als kurkölnisches Amt zu einer lokalen Verwaltungsmacht ausgebaut. Der Ort Altenahr entwickelte sich anschließend um Burg und Amtshaus herum.
Die Pfarrkirche Mariä Verkündigung entstand im 12. Jahrhundert, kurz nach der Burggründung, und wurde erstmals 1166 urkundlich erwähnt. Im 14. Jahrhundert erhielt sie einen gotischen Chor (geweiht 1326) und im 15. Jahrhundert spätgotische Rippengewölbe. Nach Schäden während des Rastatter Friedens 1714 wurden barocke Elemente ergänzt.
Im Jahr 1689/90 wurde die Burg Are nach neun Monate langer Belagerung eingenommen, der Ort Altenahr blieb dabei nicht verschont und wurde niedergebrannt 1714 zerstörten kurkölnische Truppen die Burg endgültig, da dort Freibeuter aktiv waren. Relikte der Ortsbefestigung wie Mauerreste und Tore – etwa die Brückenpforte – sind teilweise erhalten; Letztere wurde allerdings 1804 durch ein Hochwasser weggespült.
Die jüngste Burg in Altenahr entstand im 14. Jahrhundert im Ortsteil Kreuzberg auf einem Felsplateau. Von der seinerzeit erbauten Burg ist nach der Zerstörung 1686 in Folge des Erbfolgekriegs nur noch der Burgfried erhalten geblieben. 1760 Begann der Wiederaufbau der Burg, welche bis heute gut erhalten und in Teilen bewohnt ist.
Wandern auf dem Burgenweg
Eine Rundwanderung durch Altenahr, die Ortsteile Altenburg und Kreuzberg, die sowohl Geschichte als auch Natur und Weitblick bietet.
Landschaftlich bietet der Burgenweg ein gelungenes Wechselspiel aus verwachsenen Felsen, üppigem Grün, Weinbergen, historischen Mauern und panoramareichen Aussichtspunkten.
Der steigende Anspruch der Strecke macht sie besonders für Wandernde mit Grundkondition attraktiv – eine lebendige Tour zwischen Eifeltypik und mittelalterlichem Charme.
